Sir Simon Rattle
Sir Simon Rattle | Bild: Oliver Helbig

Konzertinformationen

Auf Einladung der Berliner Philharmoniker


Info

Die letzten drei Symphonien Mozarts zeigen den Komponisten auf der absoluten Höhe seines Könnens und versetzen zugleich das Publikum in unterschiedlichste Gefühls- und Stimmungswelten. Spannungsgeladen und festlich gibt sich die Symphonie Nr. 39, geheimnisvoll und dramatisch die Symphonie Nr. 40, gravitätisch und triumphierend erscheint die »Jupiter-Symphonie«. In diesem Konzert sind die Werke mit Simon Rattle und dem Mahler Chamber Orchester zu erleben: Musikerinnen und Musiker, denen diese Werke besonders am Herzen liegen und die sie mit Verve, Transparenz und Klangsinn interpretieren.


Besetzung

Mahler Chamber Orchestra
Sir Simon Rattle Dirigent


Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 »Jupiter«



Großer Saal

26 bis 80 €

Abo O: Internationale Kammerorchester

Geheimnisvolle Symphonien
Die letzten drei Symphonien Mozarts

Mozarts Symphonien Nr. 39 bis 41 gelten als Gipfelpunkte seines Instrumentalschaffens – und sind zugleich von Geheimnissen umrankt. Schuf der Komponist hier ein Vermächtnis, vielleicht sogar in Ahnung seines Todes? Manche Fragen hat die Wissenschaft inzwischen geklärt, anderes bleibt im Dunkeln.


Biografien

Sir Simon Rattle

Trommeln, Klavierspielen, zu Schallplattenaufnahmen dirigieren – von frühester Kindheit an war Simon Rattle von Musik besessen. Mit vier Jahren fing er an, Schlagzeug zu lernen, später kamen Klavier und Geige hinzu, im Alter von 16 Jahren studierte er bereits an der Royal Academy of Music in London. Seine Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra – zunächst als Erster Dirigent und künstlerischer Berater, dann als Musikdirektor – machten den gebürtigen Liverpooler berühmt. 

Bei seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern 1987 überzeugte er durch einen energiegeladenen Dirigierstil, seine bedingungslose Begeisterung für die Musik und seine künstlerischen Visionen. Das machte ihn für das Orchester 2002 bei der Wahl des neuen Chefdirigenten zum überzeugendsten Kandidaten. In seiner 16-jährigen Amtszeit stellte er mit den Musikerinnen und Musikern viele Weichen für die Zukunft: das Education-Programm, das Videoportal Digital Concert Hall und das Label Berliner Philharmoniker Recordings wurden gegründet. Zu den künstlerischen Höhepunkten der Zusammenarbeit zählten neben symphonischen Zyklen von Sibelius, Mahler, Brahms, Schumann und Beethoven die von Peter Sellars inszenierten Aufführungen von Bachs Matthäus­ und Johannes­Passion sowie die Einführung der Late Night­Konzerte. Auch nach dem Ende seiner Amtszeit bleibt Sir Simon Rattle – von 2017 bis 2023 Musikdirektor des London Symphony Orchestra und seit 2023/24 Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – den Berliner Philharmonikern eng verbunden.

Mahler Chamber Orchestra

Dank seines nuancenreichen, durchsichtigen und kraftvollen Klangs gehört das Mahler Chamber Orchestra zu den renommiertesten Kammerorchestern der Welt. Es wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet, dessen damaliger Chefdirigent Claudio Abbado das Ensemble in den Anfangsjahren maßgeblich begleitete. Das Mahler Chamber Orchestra ist ein freies, selbstverwaltetes Ensemble. 

Es versteht sich als »nomadisches Kollektiv«, das regelmäßig zu Projekten und Tourneen in Europa und weltweit zusammenkommt. Der Kern des Orchesters besteht aus 45 Mitgliedern aus 20 Ländern. Der charakteristische Klang entsteht durch einen intensiven künstlerischen Dialog, der durch eine kammermusikalische Musizierhaltung geprägt ist. Das Orchester verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit Daniel Harding, seinem heutigen Ehrendirigenten. Weitere Partner sind der Geiger Pekka Kuusisto sowie die Pianist*innen Mitsuko Uchida und Leif Ove Andsnes. Pflegte das Mahler Chamber Orchestra anfangs vor allem das klassisch-romantische Repertoire, so kam im Laufe der Zeit auch zeitgenössische Musik hinzu. Für den spezifischen Klang des Orchesters komponierte beispielsweise George Benjamin 2012 die Oper Written on Skin, die 2018 in der Philharmonie Berlin aufgeführt wurde. Heute ist das Mahler Chamber Orchestra regelmäßiger Gast in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker.