Kirill Petrenko
Kirill Petrenko | Bild: Monika Rittershaus

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Für sie ist es die große Liebe, für ihn nur eine Affäre: Aus der Geschichte der Geisha Cio-Cio-San und eines amerikanischen Marineleutnants machte Giacomo Puccini eine der berührendsten Opern überhaupt – und ein zeitlos aktuelles Werk über den Kolonialismus. Dazu schuf er eine Musik voller Klangraffinesse und Atmosphäre. Nach Aufführungen in Baden-Baden dirigiert Kirill Petrenko Madama Butterfly nun konzertant in Berlin. Die Titelpartie singt Eleonora Buratto, die damit bereits an der New Yorker Met Erfolge feierte. Der junge Tenorstar Jonathan Tetelman ist als Pinkerton dabei.


Besetzung

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Eleonora Buratto Sopran (Cio-Cio-San)
Teresa Iervolino Mezzosopran (Suzuki)
Jonathan Tetelman Tenor (Benjamin Franklin Pinkerton)
Tassis Christoyannis Bariton (Sharpless)
Didier Pieri Tenor (Goro)
Lilia Istratii Mezzosopran (Kate Pinkerton, La Cugina)
Aksel Daveyan Bariton (Fürst Yamadori)
Giorgi Chelidze Bass (Onkel Bonzo)
Jasurbek Khaydarov Bass (Kaiserlicher Kommissar)
Benjamin Šuran Bassbariton (Yakusidé)
Natalie Jurk Mezzosopran (Cio-Cio-Sans Mutter)
Eunsoo Lee Sopran (Cio-Cio-Sans Tante)
Georg Streuber Bariton (Der Standesbeamte)
Rundfunkchor Berlin


Programm

Giacomo Puccini
Madama Butterfly


Serviceinformationen

Konzertdauer ca. 3 Stunden



Großer Saal

47 bis 149 €

Konzerteinführung
18.15 Uhr

Abo D: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


Großer Saal

47 bis 149 €

Konzerteinführung
18.15 Uhr

So klingt ein Aufschrei
Puccinis »Madama Butterfly«

Puccinis Madama Butterfly erzählt nicht nur die tragische Geschichte einer verlassenen Frau. Es geht ebenso um einen Konflikt zwischen unterschiedlichen Kulturen und um imperialistische Ausbeutung. Mit ihrer eindringlichen Musik zeigt die Oper auf zeitlose Weise, wie viel menschliches Leid aus solchen Ungerechtigkeiten entsteht.


Biografien

Kirill Petrenko

Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Geboren im sibirischen Omsk, erhielt er seine Ausbildung zunächst in seiner Heimatstadt und später in Österreich. Seine Dirigentenkarriere begründete er an der Oper mit Chefpositionen am Meininger Theater und an der Komischen Oper Berlin. Von 2013 bis 2020 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Zudem gastierte er an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra national in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York und den Bayreuther Festspielen. Auch die großen internationalen Symphonieorchester – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel – hat er dirigiert. 

In der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern haben sich seit seinem Debüt 2006 vielfältige programmatische Schwerpunkte herausgebildet. Dazu gehört die Arbeit am klassisch-romantischen Kernrepertoire des Orchesters, etwa mit Symphonien von Beethoven, Mendelssohn und Brahms. Ein weiteres Anliegen Kirill Petrenkos sind zu Unrecht vergessene Komponisten wie Josef Suk oder Erich Wolfgang Korngold. In Opernaufführungen mit den Berliner Philharmonikern haben zuletzt Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten und Elektra für Aufmerksamkeit gesorgt. 


Eleonora Buratto

Von Mozart bis Puccini: Eleonora Buratto ist für ihr breites Repertoire bekannt, das zwischen Mozart, Verdi, Puccini und Belcanto-Partien wie Adina und Norina in Donizettis L’elisir d’amore und Don Pasquale perfekt ausbalanciert ist. Nach ihrem triumphalen Rollendebüt als Cio-Cio-San (Madama Butterfly) an der Metropolitan Opera in New York hat die italienische Sopranistin auch als Tosca mit dramatischer Wucht und fesselnder Bühnenpräsenz für Furore gesorgt, erstmals an der Bayerischen Staatsoper München: »Ich habe wirklich hart gearbeitet. Es ist eine Frage der Muskeln. Man muss sie trainieren, wie im Fitnesscenter.« 

Eleonora Buratto, die am Konservatorium Lucio Campiani in ihrer Heimatstadt Mantua sowie bei Paola Leolini und Luciano Pavarotti studiert hat, begann ihre internationale Karriere 2009 mit der Partie der Creusa in Niccolò Jommellis Demofoonte bei den Salzburger Pfingstfestspielen unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti, mit dem sie bis heute eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet. Mit ihrem strahlenden Sopran war sie unter anderem als Elettra (Idomeneo), Fiordiligi (Così fan tutte), Donna Anna (Don Giovanni), Mimì (La bohème) und Liù (Turandot) an führenden Bühnen wie dem Teatro Real in Madrid, der Wiener Staatsoper, der Dutch National Opera in Amsterdam und dem Londoner Royal Opera House, Covent Garden zu erleben.


Teresa Iervolino

Die internationale Karriere von Teresa Iervolino begann, als sie 2012 den 63. Wettbewerb für junge Opernsängerinnen und -sänger der Associazione Lirica e Concertistica Italiana gewann: »Ich stand auf der Bühne des Teatro Sociale di Como und spürte, dass sich ein neuer Weg eröffnete«. Die junge Mezzosopranistin absolvierte ihr Gesangsstudium am Konservatorium Domenico Cimarosa in Avellino und besuchte Meisterkurse bei Daniela Barcellona, Bruno Nicoli und Marco Berti. Anschließend gastierte sie an zahlreichen italienischen Opernbühnen – wobei ihr Debüt in der Titelpartie von Rossinis La Cenerentola am Teatro Regio di Torino so erfolgreich war, dass sie in dieser Rolle an viele weitere italienische Häuser sowie an die Pariser Oper eingeladen wurde. 

Nach ihrem ersten Auftritt bei den Salzburger Festspielen als Maffio Orsini (Lucrezia Borgia) sang Teresa Iervolino diese Partie auch an der Bayerischen Staatsoper in München, wo sie ebenfalls als Lucrezia Borgia und in La Cenerentola gefeiert wurde. Die italienische Sängerin, die unter anderem den Internationalen Gesangswettbewerb Maria Caniglia und den Premio Etta Limiti Musical gewann, ist auch im Bereich der Barockoper erfolgreich: als Holofernes in Vivaldis Juditha Triumphans an der Oper in Amsterdam, als Diana in Cavallis Calisto am Teatro Real in Madrid und in der Titelpartie von Vivaldis Orlando Furioso am Teatro Filarmonico in Verona.


Jonathan Tetelman

Eine Stimme »mit italienischem Elan ohne Abstriche an Eleganz oder Finesse« (Financial Times): In der Saison 2023/24 gab Jonathan Tetelman sein mit Spannung erwartetes Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera als Ruggero in Puccinis La Rondine – dicht gefolgt von gefeierten Auftritten als Pinkerton in Madama Butterfly ebenfalls an der Met. Der in Chile geborene und in New Jersey aufgewachsene Tenor hat sich in den letzten Jahren den Ruf als einer der aufregendsten jungen Sänger erworben und gastiert auf den Bühnen der renommiertesten Häuser: am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München oder an der San Francisco Opera sowie bei den Salzburger Festspielen und dem Festival von Aix-en-Provence. 

Auch in Berlin war er an der Deutschen Oper und der Komischen Oper zu erleben. Tetelman wurde an der Manhattan School of Music zunächst zum Bariton ausgebildet, bevor er an der Mannes School of Music ins Tenorfach wechselte – seinen Lebensunterhalt verdiente er in dieser Zeit unter anderem als Kellner und DJ in einem Club in Manhattan. Heute gilt er als »ein Star par excellence« (New York Times), der das Publikum mit »dunkel gefärbtem Tenortimbre« (Süddeutsche Zeitung) und mit »balsamischem Schwung« (Der Tagesspiegel) in seinen Bann zieht. Auch auf der Konzertpodium tritt Tetelman in Erscheinung, unter anderem mit dem San Francisco Symphony Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra. 


Tassis Christoyannis

Perfekte Artikulation, ausgewogene Phrasierung und eine Stimme, die er mühelos von kraftvollen Tiefen in federleichte Höhen führen kann: Die ideale Technik fand Tassis Christoyannis nach seinem Gesangs-, Klavier-, Dirigier- und Kompositionsstudium am Athener Konservatorium »in Italien – natürlich! – durch die Zusammenarbeit mit Aldo Protti, einem großen Verdi-Bariton und hervorragenden Gesangpädagogen«. Mit ihm erarbeitete sich der Sänger das italienische Fach, mit dem er heute an den renommiertesten Häusern zu hören ist. Sein breites Repertoire umfasst aber auch die tiefen Hauptpartien von Opern wie Don Giovanni, Eugen Onegin, Phèdre, Faust, Hamlet und Wozzeck. Darüber hinaus hat er Lieder französischer Komponisten wie Camille Saint-Saëns, Félicien David und Reynaldo Hahn sowie Werke griechischer Komponisten aufgenommen. 

Christoyannis begann seine Karriere an der Griechischen Nationaloper. Danach wechselte er an die Deutsche Oper am Rhein, wo er unter anderem als Almaviva (Le nozze di Figaro), Lord Enrico Ashton (Lucia di Lammermoor) und als Ford (Falstaff) zu erleben war. Der Sänger, der auch Ensemblemitglied des Düsseldorfer Opernhauses war, arbeitete eng mit den Staatsorchestern von Athen und Thessaloniki sowie mit dem Orchester der Hellenic Broadcasting Corporation (ERT) zusammen und ist seit Februar 2024 künstlerischer Leiter des Olympia City Music Theatre Maria Callas in Athen.


Didier Pieri

Der Tenor Didier Pieri wollte eigentlich Regisseur oder Bühnenbildner werden, denn an der Oper reizte ihn zunächst das Visuelle: »Tatsächlich habe ich zweimal als Regieassistent gearbeitet, mit Denis Krief für eine wunderbare Inszenierung von Orfeo ed Euridice am Maggio Musicale Fiorentino und mit Fabio Ceresa für eine Produktion von Madama Butterfly.« Er studierte Drama, Art and Music Studies in Florenz und begann gleichzeitig eine Gesangsausbildung, die er ab 2013 bei Yva Barthélémy in Paris fortsetzte. Nach seinem Bühnendebüt 2016 sang Pieri an bedeutenden italienischen Häusern Partien wie Gastone (La traviata), Gherardo (Gianni Schicchi), Remendado (Carmen), Goro (Madama Butterfly), Normanno (Lucia di Lammermoor), Ruiz (Il trovatore) und Borsa (Rigoletto). 

Weitere Engagements führten ihn als Spoletta (Tosca) ans Londoner Royal Opera House, Covent Garden, als Abate di Chazeuil (Adriana Lecouvreur) ans Gran Teatre del Liceu in Barcelona und als Der Tanzmeister und Ein Laternenanzünder (Manon Lescaut) ans Teatro Regio di Torino. 2017 war der Sänger beim Festival dei Due Mondi in Spoleto in der Uraufführung von Alberto Collas Oscar-Wilde-Oper Delitto e Dovere zu hören, die am Teatro Coccia in Novara wiederholt und auf Sky Classica ausgestrahlt wurde. Zu seinem Repertoire gehören außerdem Rossinis Petite Messe Solennelle sowie die Krönungsmesse und das Requiem von Mozart.


Lilia Istratii

Lilia Istratii studierte an der Akademie für Musik, Theater und Bildende Kunst in Chișinău (Republik Moldau). Die Mezzosopranistin, derzeit Mitglied im Solistenensemble der Rumänischen Oper von Craiova, feierte bei ihren jüngsten Debüts als Maddalena (Rigoletto) an der Nationaloper Bukarest und als Carmen am Theatro Municipal de São Paulo große Erfolge. 2023 wurde sie vom Kulturministerium und der Musikervereinigung Moldawiens mit dem Maria-Bieşu-Exzellenzpreis als »Stimme des Jahres« ausgezeichnet. Zum Repertoire der Sängerin gehören unter anderem Polina (Pique Dame), Ljubascha (Die Zarenbraut) und Fenena (Nabucco).


Aksel Daveyan

Aksel Daveyan studierte am Staatlichen Konservatorium der armenischen Hauptstadt Jerewan. Von 2022 bis 2024 war der Bariton Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich, wo er in Opern wie Tosca, Carmen, Les Noces und Andrea Chénier auftrat. Er gewann den ersten Preis beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb sowie den zweiten Preis beim Königin-Sonja-Gesangswettbewerb. Engagements führten den Sänger unter anderem an die Georgische Nationaloper Tiflis, die Oper Krakau, das Opern- und Balletttheater Jerewan und das Teatro Politeama in Palermo. Seit der Saison 2024/25 ist er Ensemblemitglied am Oldenburgischen Staatstheater.


Giorgi Chelidze

Giorgi Chelidze studierte Gesang am Staatlichen Konservatorium seiner Heimatstadt Tiflis. Er gewann den Opernwettbewerb Martinelli-Pertile in Montagnana und erhielt den zweiten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in Crispiano. Sein Bühnendebüt gab der Bassist als Dulcamara (L’elisir d’amore) am Staatlichen Opern- und Balletttheater Tiflis, wo er auch als Timur (Turandot), Angelotti (Tosca) und Zuniga (Carmen) zu erleben war. Außerdem gastierte er als Colline (La bohème) beim Amman Opera Festival, als Sparafucile (Rigoletto) in Chengdu (China) und als Skuratow (Die Zarenbraut) am Teatro Regio in Turin.


Jasurbek Khaydarov

Jasurbek Khaydarov wurde in Namangan in der Republik Usbekistan geboren. Im Jahr 2022 wurde der Absolvent des Förderprogramms der Moskauer Helikon-Oper ins Young Opera Artists Programme des Bolschoi-Theaters aufgenommen, wo er sein Debüt als einer der Flandrischen Deputierten in Verdis Don Carlo gab. 2023 schloss Khaydarov sein Gesangsstudium am Moskauer Gnessin-Institut ab. Er ist Preisträger des 22. Concorso Lirico Internazionale Ottavio Ziino und debütierte vor kurzem in der Londoner Wigmore Hall. Der junge Bass nahm am Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen teil und wechselte für die Saison 2024/25 ins Studio der Niederländischen Nationaloper.


Benjamin Šuran 

Benjamin Šuran studierte bei Giorgio Sugar in Pula sowie bei Giorgio Suriano und Vlatki Oršanić in Zagreb. Der kroatische Bassbariton gewann zahlreiche erste Preise bei internationalen Gesangswettbewerben und war Mitglied des Opernstudios des Kroatischen Theaters in Zagreb. Heute ist er regelmäßig an den Opernhäusern seines Heimatlandes zu erleben – in Partien wie Sagrestano (Tosca), Frank (Die Fledermaus), Figaro (Le nozze di Figaro), Fiorello (Il barbiere di Siviglia) und Dulcamara (L’Elisir d’Amore). 


Natalie Jurk

Natalie Jurk studierte Gesang an der Universität der Künste Berlin sowie Gesang und Querflöte an der Hochschule für Musik Saar. Wichtige Impulse erhielt sie von Daniel Gerzenberg, Axel Bauni, Rudolph Piernay, Brigitte Wohlfarth und anderen. Engagements führten die Preisträgerin internationaler Wettbewerbe bereits an die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin und ans Saarländische Staatstheater. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist sie Mitglied im Opernchor des Theaters Bremen.


Elisabeth Eunsoo Lee 

Elisabeth Eunsoo Lee studierte Gesang am College of Music der Seoul National University und an der Universität der Künste in Berlin. Derzeit absolviert die in Südkorea geborene Sopranistin ihr Solistenexamen an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) und Rosa Ford (Falstaff) war sie am Eduard-von-Winterstein-Theater im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz zu erleben. Außerdem sang sie die Partie der Chiang Ching (Nixon in China) am Teatro Real in Madrid.


Georg Streuber

Georg Streuber studierte an der Hochschule für Musik in Dresden bei Matthias Weichert. Der Bariton, der 2011 den internationalen Duschek-Wettbewerb in Prag gewann, ist vor allem als Lied- und Oratoriensänger tätig. 2007 debütierte er als Papageno in einer Studioproduktion von Mozarts Zauberflöte in Chemnitz. Georg Streuber war 2011 Akademist im RIAS Kammerchor, von 2012 bis 2018 Mitglied des Festspielchors in Bayreuth und ist seit 2012 festes Mitglied im Rundfunkchor Berlin. 


Rundfunkchor Berlin

Brillant, flexibel, transparent, wandlungsfähig, präzise – so beschreiben Kritiker den Klang des Rundfunkchors Berlin. »Es gibt wohl keinen anderen Chor, der so viel Verschiedenes so gut macht und der sich mit so einem breiten Repertoire und so unterschiedlichen Formaten beschäftigen kann«, sagt Gijs Leenaars, seit der Saison 2015/16 Chefdirigent und künstlerischer Leiter. Die Programme reichen dabei von großer Chorsymphonik über A-cappella-Konzerte bis hin zu interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. In »Mitsingkonzerten« lädt er immer wieder begeisterte Laien zum gemeinsamen Musizieren ein. Sein herausragendes Können und seine Vielseitigkeit machen den 1925 gegründeten Rundfunkchor Berlin zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten. 

Mit den Berliner Philharmonikern tritt der Rundfunkchor Berlin seit Anfang der 1990er-Jahre regelmäßig auf. Zu den bisherigen Projekten zählen die berühmten szenischen Aufführungen der Matthäus- und der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach mit Sir Simon Rattle und Regisseur Peter Sellars. Auch unter Chefdirigent Kirill Petrenko wird die Zusammenarbeit fortgesetzt, so in Beethovens Neunter Symphonie zu seinem Amtsantritt im August 2019 und seither in konzertanten Aufführungen von Tschaikowskys Opern Mazeppa und Jolanthe, in Felix Mendelssohns Oratorium Elias, in Arnold Schönbergs Oratorium Die Jakobsleiter sowie in Sergej Rachmaninows Francesca da Rimini.