Info
Flöte und Harfe stehen im Mittelpunkt dieses Konzerts – als Duo oder in Kombination mit anderen Instrumenten. Emmanuel Pahud, Soloflötist der Berliner Philharmoniker, und Soloharfenistin Marie-Pierre Langlamet präsentieren mit Orchesterkolleg*innen ein Programm mit französischer Musik – elegant, klangsinnlich und virtuos. Bruno Delepelaire, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, steuert dazu sein eigenes Werk Rêverie française bei. Außerdem gibt es diese Saison in jedem Konzert der Reihe ein Werk unseres 2024 verstorbenen Composer in Residence Wolfgang Rihm: diesmal das atmosphärisch dichte Septett En plein air.
Besetzung
Simon Roturier Violine
Angelo de Leo Violine (anstelle von Marlene Ito)
Ignacy Miecznikowski Viola
Bruno Delepelaire Violoncello
Emmanuel Pahud Flöte
Wenzel Fuchs Klarinette
Marie-Pierre Langlamet Harfe
Stephan Koncz Dirigent (Rihm)
Programm
Jean Cras
Quintett für Flöte, Harfe und Streichtrio
Bruno Delepelaire
Rêverie française für Flöte und Harfe (Uraufführung)
Lili Boulanger
Nocturne für Flöte und Harfe
Wolfgang Rihm
En plein air für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett
Pause
Claude Debussy
Streichquartett g-Moll
Claude Debussy
Rhapsodie für Klarinette (Bearbeitung für Septett von Sylvain Blassel)
Kammermusiksaal
11 bis 29 €
Konzerteinführung
19.30 Uhr
Abo Q: Philharmonische Kammermusik
Stephan Koncz stammt aus einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie und begann im Alter von acht Jahren mit dem Cellostudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in seiner Heimatstadt Wien. Er wechselte im Jahr 2000 zu Róbert Nagy ans Wiener Konservatorium und belegte ab 2002 zusätzlich die Fächer Komposition und Dirigieren an der Universität seiner Heimatstadt. Meisterkurse bei Daniel Barenboim, Steven Isserlis, Heinrich Schiff, Olaf Maninger, Tamás Varga sowie kammermusikalische Aktivitäten mit Julian Rachlin, Dmitry Sitkovetsky, den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker und anderen gaben weitere entscheidende Impulse.
2006 wurde Stephan Koncz Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde Stephan Koncz, der zuvor zwei Jahre Mitglied im Wiener Staatsopernorchesters war, in die Cellogruppe der Berliner Philharmoniker aufgenommen.
Simon Roturier stammt aus Concarneau, einer kleinen, am Meer gelegenen Stadt in der Bretagne. Im Alter von sieben Jahren fing er mit dem Geigenspiel an, bereits als 14-Jähriger entschied er, die Musik zum Beruf zu machen. Er studierte zunächst am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique bei Boris Garlitsky und Itamar Golan, später bei Vladimir Nemtanu am Konservatorium von Lyon. Zudem besuchte er Meisterklassen von Ulf Hölscher, David Grimal und Ida Händel. Neben anderen Wettbewerben gewann er 2004 den Publikumspreis des David-Oistrach-Wettbewerbs.
2006 war er Mitglied des von Claudio Abbado geleiteten Gustav Mahler Jugendorchesters, und von 2007 bis 2009 Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Anschließend setzte er seine Ausbildung bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und beim Artemis-Quartett an der Universität der Künste in Berlin fort. Simon Roturier ist Primarius des 2009 gegründeten Noga Quartet und seit 2011 Mitglied der Zweiten Geigen der Berliner Philharmoniker.
Angelo de Leo fand zu seinem Instrument über den älteren Bruder, der ebenfalls Geiger ist. Den ersten Unterricht erhielt der gebürtige Böblinger im Alter von sechs Jahren. Fünf Jahre später kam er bereits als Jungstudent an die Musikhochschule Stuttgart, wo ihn Christian Sikorski unterrichtete. Mehrere Jahre spielte er im Bregaglia-Quartett, anschließend war er Primarius des De-Leo-Quartetts, das er mit anderen Jungstudenten der Musikhochschule Stuttgart gründete. Ab 2011 studierte er in Lübeck bei Thomas Brandis; 2015 setzt er seine Ausbildung in Berlin bei Antje Weithaas und an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker fort.
Der mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe ist heute regelmäßig als Solist und Kammermusiker zu erleben. Er trat unter anderem mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz sowie den Philharmonischen Orchestern in Freiburg und Lübeck auf. Seit 2018 ist er Mitglied der Zweiten Geigen der Berliner Philharmoniker.
Ignacy Miecznikowski, 1976 in Krakau geboren, studierte Geige und Bratsche am Conservatoire National Supérieur de Lyon, wurde dort 1998 in die Solistenklasse von Tasso Adamopoulos aufgenommen und erhielt zwei Jahre später sein Solistendiplom. Ab 1996 sammelte er erste Orchestererfahrungen in verschiedenen französischen Klangkörpern, unter anderem im Orchester der Opéra National de Marseille. 1998 wurde er Solobratscher im Orchestre National de Lyon; wo er bis zu seinem Wechsel zu den Berliner Philharmonikern im Dezember 2009 spielte.
Bruno Delepelaire ist seit November 2013 Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, mit denen er wiederholt als Solist zu erleben war. Darüber hinaus gastiert er auch bei anderen Orchestern. Der in Paris geborene Musiker studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Philippe Muller. 2012 kam er nach Berlin, um seine Ausbildung bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste sowie bei Ludwig Quandt an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker fortzusetzen; hinzu kamen Meisterkurse, etwa bei François Salque, Wen-Sinn Yang und Wolfgang Boettcher.
Orchestererfahrung sammelte Bruno Delepelaire unter anderem beim Verbier Festival Orchestra sowie beim Gustav Mahler Jugendorchester. Bruno Delepelaire, der zunehmend auch als Komponist in Erscheinung tritt, gewann mehrere Preise als Solist und gemeinsam mit seinem Streichquartett Quatuor Cavatine. Als Kammermusiker ist er auch im Berlin Piano Quartet und mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker zu erleben.
Der aus Genf stammende Emmanuel Pahud ist seit 1993 Soloflötist der Berliner Philharmoniker. Er studierte an der Académie d’Uccle in Brüssel und bei Peter-Lukas Graf in Basel. 1990 schloss er sein Studium mit dem »Premier Prix« des Pariser Konservatoriums ab; anschließend war Aurèle Nicolet sein Lehrer. Der Musiker gewann jeweils den 1. Preis bei den Wettbewerben in Duino, Kobe und Genf, bevor er während der Abbado-Ära mit nur 22 Jahren Soloflötist der Berliner Philharmoniker wurde. Darüber hinaus machte Emmanuel Pahud als Solist und Kammermusiker eine internationale Karriere.
Regelmäßig tritt er mit dem Bläserensemble Les Vents Français auf, dem auch François Leleux, Paul Meyer, Gilbert Audin und Radovan Vlatković angehören. Zudem gründete der UNICEF-Botschafter 1993 mit Eric Le Sage und Paul Meyer das renommierte Festival Musique à L’Empéri in Salon-de-Provence. Er ist »Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres«, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und Preisträger des Léonie-Sonning-Musikpreises 2024.
Wenzel Fuchs, seit 1993 Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Peter Schmidl und spielte bereits zu dieser Zeit als Substitut an der Wiener Staatsoper sowie bei den Wiener Philharmonikern. Nach seinem Abschluss mit Auszeichnung und mehreren Preisen begann der gebürtige Innsbrucker mit 19 Jahren seine Laufbahn als Soloklarinettist an der Wiener Volksoper, bevor er nach fünf Jahren als Soloklarinettist zum ORF Radio-Symphonieorchester Wien und später in gleicher Position zu den Berliner Philharmonikern wechselte.
Neben seiner Arbeit im Orchester ist Wenzel Fuchs auch als Solist und Kammermusiker tätig. Er war Professor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler (2008–2012) und unterrichtet seit 2015 als Professor an der Universität Mozarteum. Darüber hinaus lehrt er an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und gibt weltweit Meisterkurse.
Marie-Pierre Langlamet wurde in Grenoble geboren und studierte am Konservatorium in Nizza bei Elizabeth Fontan-Binoche. Erst 15-Jährig erspielte sie sich den höchsten Preis beim Maria Korchinska International Harp Competition und ein Jahr später den ersten Preis beim Wettbewerb der Cité des Arts in Paris. Mit 17 Jahren wurde sie Soloharfenistin im Opernorchester von Nizza. Diese Position gab sie kurz darauf wieder auf, um ihre Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia fortzusetzen. Ehe sie 1993 zu den Berliner Philharmonikern kam, war sie fünf Jahre lang stellvertretende Soloharfenistin der Metropolitan Opera New York.
Marie-Pierre Langlamet, konzertiert weltweit als Solistin mit renommierten Kammermusikensembles und Orchestern. Für ihre Verdienste um die französische Musik erhielt die Harfenistin im Juni 2009 den französischen »Ordre des Arts et des Lettres«, Seit 1995 unterrichtet sie an der Karajan-Akademie, außerdem lehrt sie an der Universität der Künste Berlin.
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