Info
Die Moderator*innen sind gleichzeitig Orchestermitglieder und mit 14 bis 19 Jahren genauso alt wie ihre Zuhörer*innen im Publikum. Als Patenorchester der Berliner Philharmoniker spielt das Bundesjugendorchester am 30. April 2025 für Klassen 5 bis 13 im Großen Saal der Philharmonie Berlin und informiert dabei über Orchester und Repertoire: Woher kommen die meisten Mitglieder? Was haben Dirigent*innen zu sagen? Welche Stelle ist besonders anspruchsvoll?
Besetzung
Bundesjugendorchester
Patrick Lange Dirigent
Midori Violine
Programm
Auszüge aus:
Detlev Glanert
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 »An die Unsterbliche Geliebte«
Midori Violine
Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 (Orchestrierung von Arnold Schönberg)
Serviceinformationen
Konzertdauer ca. 45 Minuten
Großer Saal
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Ob Leonard Bernstein oder Simone Young – viele Dirigentinnen und Dirigenten verdanken ihren Durchbruch dem spontanen Einspringen für einen hochkarätigen Kollegen. So auch Patrick Lange: 2010 wurde er mit 29 Jahren der jüngste Chefdirigent Deutschlands, als er die Stelle von Carl St. Clair an der Komischen Oper Berlin übernahm. Ein unbeschriebenes Blatt war er da längst nicht mehr: 2005 wurde er Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester und arbeitete mit Größen wie Herbert Blomstedt, Sir Colin Davis und Ingo Metzmacher zusammen.
Es folgten Konzerte mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra oder der Academy of St Martin in the Fields, Engagements führten ihn unter anderem ans Londoner Royal Opera House, Covent Garden, die Opera Australia in Sydney, die Bayerische Staatsoper in München und das Opernhaus Zürich. Von 2017 bis 2022 war er Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent liegt ihm die Förderung des musikalischen Nachwuches am Herzen. Er sitzt im künstlerischen Beirat des Festivals Young Euro Classic in Berlin und engagiert sich im Kuratorium des Festivals junger Künstler in Bayreuth.
Ihr erster Auftritt beim renommierten Tanglewood Festival 1986 wurde zur Legende: Gleich zweimal riss der 14-jährigen Midori eine Saite. Dennoch spielte sie das von Leonard Bernstein dirigierte Konzert unbeeindruckt zu Ende. Bereits drei Jahre zuvor war die gebürtige Japanerin beim Silvesterkonzert der New York Philharmonic aufgetreten – der Beginn ihrer beispiellosen Karriere. Heute zählt sie zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Kein Wunder: »Midoris makellose Technik, das Orchester von Farben, das sie aus nur vier Saiten hervorzaubert, die Eloquenz und Rhetorik ihrer Phrasierung – all das zieht einen in den Bann. Ihre Fähigkeit, viele Stimmen zu erzeugen – von einem seidigen Sopran bis zu einem schmachtenden Bass – ist außergewöhnlich« (BBC Music Magazine).
Sie spielt die Violine Guarneri del Gesù »ex-Huberman« aus dem Jahr 1734, wobei ihr Repertoire von Bach bis zu vielen eigens für sie komponierten Stücken reicht. Doch Midori hat nicht nur Musik im Kopf: Sie studierte Psychologie und Gender Studies und setzt sich für humanitäre und bildungspolitische Entwicklungsarbeit ein. Für ihr großes Engagement wurde sie 2007 zur Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen und 2021 zur Kennedy Center Honoree ernannt.
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