Junge Ensembles
Auf Einladung der Berliner Philharmoniker
Info
Beethovens legendärer Brief an die »Unsterbliche Geliebte« inspirierte Detlev Glanert zu seinem Zweiten Violinkonzert. Es ist ein Werk voller Sehnsucht und Leidenschaft, das der Komponist für die Geigerin Midori schrieb, die er bewundert, seit sie als Wunderkind die Musikwelt eroberte. Midori ist auch die Solistin in dieser Aufführung mit dem Bundesjugendorchester unter Leitung von Patrick Lange. Das Orchester, für das die Berliner Philharmoniker eine Patenschaft übernommen haben, spielt außerdem das Erste Klavierquartett von Johannes Brahms in der klangfarbenprächtigen Orchestrierung von Arnold Schönberg.
Besetzung
Bundesjugendorchester
Patrick Lange Dirigent
Midori Violine
Programm
Detlev Glanert
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 »An die Unsterbliche Geliebte«
Midori Violine
Pause
Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 (Orchestrierung von Arnold Schönberg)
Großer Saal
8 bis 32 €
»Ich merke genau, dass diese Jugendlichen unbedingt ihr Bestes geben wollen, vielleicht sogar noch mehr«, so Kirill Petrenko über die Mitglieder des Bundesjugendorchesters (BJO). Wenn die zu ihren Instrumenten greifen, begeistern sie mit überbordender Energie und beachtlicher Professionalität Publikum, Kritik und Dirigent*innen gleichermaßen. Dabei haben die zwischen 14 und 19 Jahre jungen Musiker*innen des BJO ihr reguläres Musikstudium in der Regel noch vor sich – vorausgesetzt, dass sie sich hierfür entscheiden. Denn die Absicht, die Musik zum Beruf zu machen, gehört nicht zu den Voraussetzungen für die Aufnahme in das vom Deutschen Musikrat getragene Orchester. Hier geht es vielmehr um die Liebe zur Musik, den Wunsch, ein Teamplayer zu sein und um hohes technisches Können.
2013 haben die Berliner Philharmoniker eine Patenschaft für die außergewöhnliche Nachwuchsformation übernommen, weshalb sie die jungen Musiker*innen jährlich nach Berlin einladen. Viele ehemalige Mitglieder des Bundesjugendorchesters spielen heute in Profiorchestern oder sind bekannte Solist*innen geworden, etwa Sabine Meyer, Christian Tetzlaff oder Tabea Zimmermann. Tourneen führten das BJO, das unter anderem von Herbert von Karajan, Kurt Masur, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko dirigiert wurde, durch ganz Europa sowie nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.
Ob Leonard Bernstein oder Simone Young – viele Dirigentinnen und Dirigenten verdanken ihren Durchbruch dem spontanen Einspringen für einen hochkarätigen Kollegen. So auch Patrick Lange: 2010 wurde er mit 29 Jahren der jüngste Chefdirigent Deutschlands, als er die Stelle von Carl St. Clair an der Komischen Oper Berlin übernahm. Ein unbeschriebenes Blatt war er da längst nicht mehr: 2005 wurde er Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester und arbeitete mit Größen wie Herbert Blomstedt, Sir Colin Davis und Ingo Metzmacher zusammen.
Es folgten Konzerte mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra oder der Academy of St Martin in the Fields, Engagements führten ihn unter anderem ans Londoner Royal Opera House, Covent Garden, die Opera Australia in Sydney, die Bayerische Staatsoper in München und das Opernhaus Zürich. Von 2017 bis 2022 war er Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent liegt ihm die Förderung des musikalischen Nachwuches am Herzen. Er sitzt im künstlerischen Beirat des Festivals Young Euro Classic in Berlin und engagiert sich im Kuratorium des Festivals junger Künstler in Bayreuth.
Ihr erster Auftritt beim renommierten Tanglewood Festival 1986 wurde zur Legende: Gleich zweimal riss der 14-jährigen Midori eine Saite. Dennoch spielte sie das von Leonard Bernstein dirigierte Konzert unbeeindruckt zu Ende. Bereits drei Jahre zuvor war die gebürtige Japanerin beim Silvesterkonzert der New York Philharmonic aufgetreten – der Beginn ihrer beispiellosen Karriere. Heute zählt sie zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Kein Wunder: »Midoris makellose Technik, das Orchester von Farben, das sie aus nur vier Saiten hervorzaubert, die Eloquenz und Rhetorik ihrer Phrasierung – all das zieht einen in den Bann. Ihre Fähigkeit, viele Stimmen zu erzeugen – von einem seidigen Sopran bis zu einem schmachtenden Bass – ist außergewöhnlich« (BBC Music Magazine).
Sie spielt die Violine Guarneri del Gesù »ex-Huberman« aus dem Jahr 1734, wobei ihr Repertoire von Bach bis zu vielen eigens für sie komponierten Stücken reicht. Doch Midori hat nicht nur Musik im Kopf: Sie studierte Psychologie und Gender Studies und setzt sich für humanitäre und bildungspolitische Entwicklungsarbeit ein. Für ihr großes Engagement wurde sie 2007 zur Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen und 2021 zur Kennedy Center Honoree ernannt.
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