Auf Einladung der Berliner Philharmoniker
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Die Junge Deutsche Philharmonie nennt sich zu Recht »Zukunftsorchester« – in zweifacher Hinsicht: In ihr spielen nicht nur die talentiertesten Nachwuchsinstrumentalist*innen Deutschlands, sondern auch die zeitgenössische Musik gehört stets zum Programm. In diesem Konzert wird sie eingerahmt von zwei berühmten Tondichtungen: Richard Strauss’ aufwühlendem Tod und Verklärung und Claude Debussys schillerndem La Mer. George Benjamin, einer der führenden britischen Komponisten, steuert sein spannungsvolles Concerto für Orchestra bei und steht selbst am Dirigentenpult. Solistin im klangsinnlichen Violinkonzert Nr. 1 von Karol Szymanowski ist die Südkoreanerin Bomsori Kim.
Besetzung
Junge Deutsche Philharmonie
Sir George Benjamin Dirigent
Bomsori Kim Violine
Programm
Richard Strauss
Tod und Verklärung op. 24
Karol Szymanowski
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. 35
Bomsori Kim Violine
George Benjamin
Concerto for Orchestra, Auftragswerk des Mahler Chamber Orchestra, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung und BBC Radio 3
Claude Debussy
La Mer
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
9 bis 45 €
Sie nennen sich das »Zukunftsorchester« und wollen voller Tatendrang die Musikwelt von morgen gestalten – hochqualifiziert, Traditionen hinterfragend und demokratisch organisiert. Die Junge Deutsche Philharmonie vereint hochtalentierte Studierende deutschsprachiger Musikhochschulen und tourt regelmäßig durch die großen Konzertsäle Europas. Mit seinem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik lädt das Ensemble zu visionären Entdeckungsreisen ein, wobei auch das große symphonische Repertoire und die historische Aufführungspraxis in den Programmen vertreten sind.
Partnerschaften verbinden die Junge Deutsche Philharmonie mit den Berliner Philharmonikern und den Bamberger Symphonikern. Ihre musikalische Leidenschaft geben die Orchestermitglieder in Education-Projekten weiter, zum Beispiel im Rahmen langfristiger Kooperationen mit Schulen im Rhein-Main-Gebiet. Die Junge Deutsche Philharmonie ist für viele Profiorchester ein wichtiges Qualitätssiegel der Ausbildung, denn sie schlägt die Brücke zwischen Studium und Beruf. So ist es nicht verwunderlich, dass viele ehemalige Mitglieder heute in den Reihen führender Klangkörper zu finden sind oder an Hochschulen unterrichten. Auch zahlreiche renommierte Ensembles sind aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen: die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Ensemble Modern, das Ensemble Resonanz und das Freiburger Barockorchester.
Als Komponist, Dirigent, Pianist und Professor für Komposition am Londoner King’s College ist George Benjamin eine bedeutende Größe der zeitgenössischen Klassikwelt. In seiner Rolle als Dirigent pflegt er enge künstlerische Beziehungen zum Concertgebouw-Orchester Amsterdam, zum Mahler Chamber Orchestra sowie zum Ensemble Modern und gastiert darüber hinaus bei zahlreichen weiteren renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra oder dem Cleveland Orchestra. Sein breites Repertoire, dem er »sprudelnd transparente Klangtexturen« (The Guardian) zu entlocken weiß, reicht von Mozart über Schumann bis hin zu Zeitgenössischem.
So hat er neben einigen seiner eigenen Kompositionen bereits Werke von Rihm, Chin, Grisey und Ligeti zur Uraufführung gebracht. Regelmäßig tritt der 2017 in seiner Heimat Großbritannien zum Ritter geschlagene Künstler zudem als Konzertpianist in Erscheinung. In seiner Jugend war er für zwei Jahre Kompositionsschüler von Olivier Messiaen in Paris, der sein Talent mit dem Mozarts verglich, und erlebte wenig später als 20-Jähriger die Aufführung eines eigenen Orchesterwerkes bei den BBC Proms. Die Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Martin Crimp an der Oper Into the Little Hill (2006) erwies sich als erfolgreiche künstlerische Symbiose, aus der bislang drei weitere Opern hervorgegangen sind. 2023 wurde George Benjamin mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet.
Ihr koreanischer Vorname bedeutet »Klang des Frühlings«, und Bomsori Kim macht ihm mit ihren frischen, inspirierenden Auftritten immer wieder alle Ehre. Ihre Geige versteht sie als Stimme, mit der sie sich ans Publikum wendet: »Ich will durch meine Musik mit der ganzen Welt kommunizieren!« Dieser Wunsch ist für sie längst Realität geworden: In Südkorea erlangte sie schon früh große Bekanntheit, ein Stipendium für die New Yorker Juilliard School und Preise bei namhaften Wettbewerben öffneten ihr die Tore zur internationalen Musikwelt. Heute ist sie eine gefragte Solistin in ganz Europa, den USA und Asien.
Sie war unter anderem bereits mit dem BBC Philharmonic Orchestra bei den BBC Proms, mit dem Los Angeles Philharmonic in der Hollywood Bowl und mit dem Tonhalle-Orchester Zürich auf Tour zu erleben und ist unter der Leitung von Dirigentinnen und Dirigenten wie Marin Alsop, Paavo Järvi, Sakari Oramo oder Santtu-Matias Rouvali aufgetreten »Mit Virtuosität, Präsenz, Klarheit und einem warmen, fülligen Geigenton ist Kim eine agile Gestalterin des Moments«, urteilte Crescendo. 2016 entdeckte Bomsori Kim im Rahmen der Henryk Wieniawski Violin Competition ihre Liebe zur polnischen Musik, die seitdem bei der Repertoireauswahl oft eine Rolle spielt. Sie musiziert dabei auf der Giuseppe Guarneri del Gesù »Moller« Geige von 1725.
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