Konzertinformationen

Artist in Residence


Info

Artist in Residence Seong-Jin Cho war schon als Kind von Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 beeindruckt, »von diesem brillanten und dramatischen Ausdruck«. Inzwischen hat sich seine Sicht weiterentwickelt, denn »diese Musik ist eben nicht nur feurig, sondern auch lyrisch, tief und breit«. Nun interpretiert er das Werk mit Jakub Hrůša, Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Mit dem zwischen Melancholie und Lebensfreude changierenden Konzert für Orchester erklingt zudem eines der populärsten Werke von Béla Bartók. Eine Entdeckung ist dagegen Leoš Janáčeks volkstümliche Suite aus der Oper Osud (Schicksal). 


Besetzung

Berliner Philharmoniker
Jakub Hrůša Dirigent
Seong-Jin Cho Klavier


Programm

Leoš Janáček
Schicksal, Suite (Bearbeitung von František Jílek)

Werkeinführung

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Seong-Jin Cho Klavier

Werkeinführung

Pause

Béla Bartók
Konzert für Orchester Sz 116

Werkeinführung


Serviceinformationen

Konzertdauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)



Großer Saal

26 bis 82 €

Konzerteinführung
19.15 Uhr

Abo H: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


Großer Saal

26 bis 82 €

Konzerteinführung
19.15 Uhr

Abo E: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


Großer Saal

26 bis 82 €

Konzerteinführung
18.15 Uhr

Abo F: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern

Artist in Residence Seong-Jin Cho
im Interview

Erfahren Sie, wann Mikrofone Seong-Jin Cho nervös machen, dass die Arbeit eines Pianisten nie endet und warum der Klang des Klaviers von keiner künstlichen Intelligenz ersetzt werden kann.


Rasanter Tastenzauber
Ludwig van Beethoven als Pianist

Ludwig van Beethoven war ein Wunderkind am Klavier und feierte zu Beginn seiner Laufbahn seine größten Erfolge als Pianist. Entsprechend komponierte er hauptsächlich für sich selbst. Das änderte sich allerdings mit der Verschlechterung seines Gehörs.


Biografien

Jakub Hrůša

Jakub Hrůša gilt als Spezialist für die Musik seiner tschechischen Heimat. Als solcher tritt er seit seinem Debüt 2018 auch bei den Berliner Philharmonikern in Erscheinung: Seine ebenso tiefgründigen wie ausdrucksstarken Interpretationen der Werke von Dvořák, Janáček, Martinů und Kabeláč begeistern und berühren. Dabei macht die tschechische Musik, wie der Dirigent einmal sagte, nur ein Drittel seines Repertoires aus. Bei einem seiner letzten Auftritte bei den Berliner Philharmonikern konnte das Publikum Hrůša auch von einer anderen Seite kennenlernen – als Dirigent der Uraufführung von Olga Neuwirths Keyframes for a Hippogriff und von Anton Bruckners Vierter Symphonie. 

Der in Brünn geborene und an der Prager Akademie der musischen Künste ausgebildete Jakub Hrůša zählt zu den führenden Dirigenten seiner Generation. Er begann seine Karriere als künstlerischer Leiter der Prague Philharmonia, bevor er 2016 Chefdirigent der Bamberger Symphoniker wurde. Darüber hinaus wird der Schüler von Jiří Bělohlávek ab der Saison 2025/26 Musikdirektor der Royal Opera in London und fungiert neben seinen zahlreichen internationalen Verpflichtungen auch als Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie. Sein Geheimnis? Als Dirigent müsse man bereit sein, im Konzert »seine Instinkte, sein Bauchgefühl und sein Herz« einzusetzen.


Seong-Jin Cho

Im Oktober 2015 gewann der koreanische Pianist den ersten Preis beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau – und schaffte es mit seinem Livemitschnitt auf Platz 1 der Pop-Charts mit über drei Millionen verkauften Alben. Mit unverwechselbarem Anschlag, ebenso poetischen wie zupackend-virtuosen Interpretationen und eigenem Klang. Seong-Jin Cho sieht seine Hauptaufgabe darin, »den Komponisten, seine Musik, seine Sprache und seine Emotionen immer besser zu verstehen«, weshalb er seine Interpretationen ständig weiterentwickelt. Dies sei der »faszinierendste Teil des Musikerdaseins, alles ist eine lebenslange Reise, auf der ich meine eigene Interpretation und meine eigene Stimme finde«. 

Seong-Jin Cho, der mit elf Jahren sein erstes öffentliches Konzert gab und bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris studierte, gab 2017 sein umjubeltes Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Im selben Jahr ging er als Einspringer für Lang Lang mit dem Orchester und Simon Rattle auf Tournee durch Asien, 2023 folgte die nächste gemeinsame Konzertreise nach Südkorea und Japan unter Kirill Petrenko. In dieser Saison präsentiert der »Poet am Klavier« (Simon Rattle) als Artist in Residence in Konzerten mit dem Orchester und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen die unterschiedlichsten Facetten seines Könnens.